Gesundheits-Tipps

Auf dieser Seite erfahren Sie mehr über Hundekrankheiten, Floh, Zecke und Co. Es handelt sich allerdings nur um Informationen, die den Gang zum Tierarzt auf keinen Fall ersetzen!


 

Radfahren nicht mit Welpen und Junghunden!
Junge Hunde oder gar Welpen sollten nicht am Fahrrad mitlaufen. Erst ab einem Jahr (bei kleinen Rassen) bzw. 1 1/2 Jahren (bei größeren Rassen) kann der Hund langsam und schrittweise daran gewöhnt werden, am Rad mitzulaufen. Solange sich die Hunde noch im Wachstum befinden ist die körperliche Belastung für das Mitlaufen am Fahrrad noch zu groß und die Gefahr von Gelenkproblemen wird erhöht.

 


 

Schokolade für Hunde gefährlich!

(dgk) Die in Schokolade enthaltenen Stoffe Koffein und Theobromin können bei Hunden zu schweren Herzproblemen führen. Die Symptome der Vergiftung hängen von der Menge und der Art der aufgenommenen Schokolade ab. Etwa drei Tafeln Vollmilchschokolade oder eine Tafel Zartbitterschokolade können einem 10 bis 15 kg schweren Hund töten. Die Hunde zeigen vier bis zwölf Stunden nach der Aufnahme Erbrechen und Durchfall, dann Erregung, Zittern, Muskelkrämpfe, Lähmung der Hinterhand, Delirium und plötzlichen Tod durch Herzversagen. Hunde, die an Epilepsie leiden, können auf geringe Dosen von Theobromin mit Anfällen reagieren. Hundeschokolade enthält die genannten Stoffe in geringeren Mengen.

 


 

Haarlinge:
Haarlinge sind winzige, flügellose Insekten. Im Gegensatz zu Flöhen oder ihren nahmen Verwandten, den Läusen, saugen sie jedoch kein Blut, sondern ernähren sich von Hautschuppen. Dennoch irritieren sie ihren Wirt, indem sie ständig herumkrabbeln, die Haut reizen und ihre Nissen (Eier) ins Fell kleben.

 


 

Flöhe:
Flöhe sind Insekten, besitzen anstellen von Flügeln jedoch Sprungbeine. Ihr nur wenige Millimeter langer, brauner Körper ist seitlich abgeflacht. Die Nahrung besteht beim erwachsenen Floh ausschließlich aus Blut. Der so genannte “Katzenfloh” ist der häufigste Parasit im Fell von Katze und auch Hund. Nach jeden Flohstich beginnt die Haut zu jucken und rötet sich. Jeder Hund fängt sich irgendwann Flöhe ein. Flohbefall verursacht starken Juckreiz, Entzündungen der Haut, Unwohlsein und ernste Erkrankungen:
- Allergie gegen Flohspeichel
- Flöhe übertragen Bandwürmer und Hautpilze
- Starker Befall verursacht Blutarmut
- Flöhe können auch auf Menschen überspringen!
Flöhe haben einen relativ komplizierten Entwicklungszyklus, der vom Ei über drei Larven- und ein Puppenstadium zum erwachsenen Parasiten führt. Der gesamte Entwicklungszyklus dauert 3 – 4 Wochen und der erwachsene Floh lebt mehrere Monate. Beste Bedingung für die Flohvermehrung sich Wärme, Feuchtigkeit, Fasern ( Teppiche und Polstermöbel) und natürlich die Anwesenheit geeigneter Wirte.

 


 

Zecken:
Zecken sind Spinnentiere, die sich an alle Klimazonen und Umweltverhältnisse angepasst haben. Sie lieben Feuchtigkeit und Wärme und überwintern in der Laubschicht des Waldbodens. Andere bevorzugen Trockenheit und Hitze. Diese kommen vor allem in den Mittelmeerländern vor, werden eingeschleppt und überleben in beheizten Räumen. Zecken schaden durch Blutsaugen und durch die Verbreitung von Krankheitserregern (z.B. Lyme Borreliose).
Die Zeckenplage hängt von der Jahreszeit ab: Die Entwicklung der Zecke hängt von zahlreichen Faktoren ab. Temperatur und Feuchtigkeit beeinflussen den Schlupf aus dem Ei, das Überleben der frei beweglichen Zeckenstadien und auch die Wirtsfindung. Dies erklärt die Zeckeninvasion im Frühjahr und Herbst.
Lebenszyklus der Zecke: Der Lebenszyklus des aus dem Ei geschlüpften Holzbocks umfasst drei Entwicklungsstadien: Larve, Nymphe und adulter (erwachsener) Parasit. Zwischen jeden Stadium liegt eine Häutung, davor und vor der Eiablage des erwachsenen Weibchens ist jeweils eine Blutmahlzeit notwendig. Diese holt sich die Larve bei Mäusen und Vögeln, während Nymphen und adulte Zecken größere Säugetiere (Wild, Hunde, Katzen) und den Menschen bevorzugen. Nach jeden Blutsaugen, das zwischen 4 und 7 Tage dauert, fällt der Parasit ab und entwickelt sich auf dem Erdboden weiter.
So findet die Zecke ihren Wirt: Sie lauert auf einem Grashalm verharrend auf ihr Opfer, das durch Erschütterung, Wärme und Geruch erkannt wird. Hierbei hilft ein besonderes Sinnesorgan am vordersten Beinpaar der Zecke, das Haller’sche Organ. Blitzschnell klammert sich die abgestreifte Zecke am Wirt fest.
Einbohren, verankern und Blut saugen: auf dem Wirt sucht die Zecke nach einer dünnhäutigen Einstichstelle, im Allgemeinen am Kopf oder an den Ohren. Dort scheiden zunächst die messerscharfen Mundwerkzeuge des Parasiten in die Haut. In dieser Wunde wird dann das mit Widerharken versehene Saugrohr eingebohrt und mit einer zementartigen Substanz verankert. Nun injiziert die Zecke ihren Speichel in die Wunde, der das Gewebe auflöst und die Blutgerinnung hemmt. Die Mahlzeit kann beginnen. Sie besteht aus zwei Phasen, einer langsamen, vorbereitenden und einer raschen aufnehmenden Saugphase.
Übertragung von Krankheitserregern: Die Übertragung von Krankheitserregern, z.B. Bakterien der Lyme Borreliose, beginnt nicht sofort nach dem Festsetzen der Zecke. Vielmehr nimmt das Risiko mit der Saugdauer zu und erreicht ein Maximum bei der schnellen Saugphase, die nach ca. 48 Stunden einsetzt. Findet man also eine prall vollgesogene Zecke (am Ende ihrer Blutmahlzeit), ist das Infektionsrisiko an größten.

 


 

Borreliose: Was ist Zecken-Borreliose?

Die Borreliose ist eine durch Zecken übertragene bakterielle Infektion. Erreger der Zecken-Borreliose sind winzige Bakterien, die wie Korkenzieher aussehen. Hauptüberträger ist die in Deutschland weit verbreitete Zecke “gemeiner Holzbock”. Die Krankheit beginnt oft erst Tage oder Wochen, nachdem die Zecke gesaugt hat. Zu Beginn zeigen sich beim Hund wenig markante Symptome, wie sie im Anfangsstadium vieler Infektionskrankheiten auftreten: Mattigkeit, Appetitlosigkeit, Fieber. Die dann eintretenden Gelenkentzündungen lassen schon eher einen Verdacht auf Borreliose aufkommen. Meistens sind verschiedenen Gelenke abwechselnd betroffen, vor allem die Gelenke an den Vorder- und Hinterläufen. Aufgrund der schmerzhaften Schwellungen beginnt der Hund zu lahmen, besonders nach dem Aufstehen. Im weiteren Verlauf können auch Nervensystem, Herz, Nieren und andere Organe geschädigt werden. Die Behandlung von Borreliose ist zwar möglich, aber sehr langwierig und kostenintensiv.

 

Wann und wo besteht Infektions-Gefahr?
Das Risiko einer Ansteckung herrscht praktisch überall, wo Zecken sind. Mancherorts trägt jede dritte Zecke den Erreger in sich. Der Holzbock lauert besonders in Laub- und Mischwäldern, an Waldrändern und Lichtungen mit großwüchsigen Gräsern, in buschreichen Gegenden, aber auch in städtischen Parks und naturnahen Hausgärten. Zeckensaison ist von März bis Oktober mit Höhepunkten in Frühjahr und Herbst. Gefährdet sind alle Hunde, die sich in zeckenreichen Gebieten aufhalten.

 

Impfung:
Durch die Schutzimpfung gegen die Borreliose kann einer Erkrankung Ihres Hundes gezielt vorgebeugt werden. Hunderttausende geimpfter Hunde belegen die gute Wirksamkeit und Verträglichkeit des Impfstoffes.

 

Das Impfverfahren gegen Zecken-Borreliose:
Geimpft werden können sowohl erwachsenen Hunde – einschließlich trächtiger Hündinnen – als auch Welpen (ab der 12. Lebenswoche).
 

Erstimpfung: Zum erstmaligen Aufbau der Impfschutzes gegen Borreliose muss Ihr Hund zweimal im Abstand von 3 bis 5 Wochen geimpft werden.
 

Der optimale Impfzeitpunkt: Weil die Borreliose von Zecken übertragen wird, hängt die Gefahr einer Infektion von der Aktivität dieser Parasiten ab. Zecken sind alt Spinnentieren kälteempfindlich und überwintern erstarrt in der Laubschicht des Waldbodens. Mit den ersten wärmeren Frühjahrstagen kommen sie jedoch wieder zum Vorschein und suchen sich neue Wirte. Um den Hund mit einem optimalen Impfschutz vorzubereiten, ist es daher empfehlenswert, die Impftermine vor den Beginn der Zeckensaison zu legen. Das kann regional sehr unterschiedlich sein und um mehrere Wochen schwanken. Ihre Tierärztin/Ihr Tierarzt kennt die jeweiligen örtlichen Gegebenheiten und berät Sie gerne.
 

Wiederholungsimpfungen: Zur Aufrechterhaltung des Impfschutzes muss Ihr Hund spätestens 1 Jahr nach der Grundimmunisierung erneut geimpft werden. Weitere Wiederholungsimpfungen sich ebenfalls in jährlichem Abstand fällig.

 

Welche Hunde sollten unbedingt gegen Borreliose geimpft werden?
Alle Hunde, die einem Infektionsrisiko ausgesetzt sind, z.B.:
- beim Urlaub in zeckenreichen Ländern
- für Zecken besonders “attraktive” Hunde
- Jagdgebrauchshunde